Finanzamt bestraft Immobilienkäufer – Nachtrag

Nach Rücksprache mit dem Notar und unserem Fachanwalt Herrn Maier-Wanner, Esslingen, habe ich den Käufern und Verkäufern dann vorgeschlagen, eine Teilübergabe zu vereinbaren.

kürzlich habe ich Ihnen berichtet, wie dieses BHG-Urteil eine Hauskäufer-Familie getroffen hat:

Leistet der Käufer den Kaufpreis vor der Übergabe des Grundstücks durch den Verkäufer, so gewährt er diesem eine sonstige Leistung in Gestalt der vorzeitigen Kapitalnutzungsmöglichkeit (BGH-Urteil vom 12.10.1994, Bundessteuerblatt II 1995 Seite. 69)

Nach Rücksprache mit dem Notar und unserem Fachanwalt Herrn Maier-Wanner, Esslingen, habe ich den Käufern und Verkäufern dann vorgeschlagen, eine Teilübergabe zu vereinbaren.

In einem Nachtrag zum Kaufvertrag wurde dann vereinbart, dass der Garten, der Hofraum, sowie ein Teil des Kellers im Gegenzug für die Vorausleistungen des Käufers an diesen übergeben wird. Der Zutritt zu diesen Flächen kann nach Absprache mit den Verkäufern erfolgen. Ob die Parteien jemals einen Zutritt von vollständiger Übernahme des Hauses vereinbaren, bleibt ihnen überlassen.

Diesen Nachtrag habe ich dann an das Finanzamt geschickt. Und heute, 2 Wochen später erhielt ich den Bescheid des Finanzamtes, dass die zuvor erhobene Steuer von 3250EUR auf die Anzahlung des Käufers aufgehoben wurde.

Es ist doch ganz gut, wenn man einen Makler hat, der mitdenkt, war dann der Kommentar der Hauskäufer.

Wenn Sie Fragen rund ums Haus haben, oder gar etwas zu verkaufen, lassen Sie`s mich wissen.

Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Herbert Herrmann HHImmobilien

Finanzamt bestraft Immobilienkäufer

Außer der Grunderwerbsteuer forderte das Finanzamt 3250 EUR Steuer auf die Anzahlung. Auf Anfrage kam die Antwort, dass der Käufer dem Verkäufer durch die Anzahlung einen Vorteil verschafft habe.

Kürzlich hat eine Familie in Bernhausen ein Einfamilienhaus erworben. Die Verkäufer, ein älteres Ehepaar wollten in eine seniorengerechte Wohnung umziehen. Diese Wohnung war gerade im Bau. Also wurden Hausverkauf und Wohnungserwerb zeitgleich durchgeführt.

Damit dies so funktionierte war mit den Hauskäufern eine Anzahlung in Höhe von 80.000 EUR vereinbart worden. Alles lief wie geplant. 3 Wochen nach der Beurkundung flatterte den Hauskäufern ein Brief vom Finanzamt ins Haus.

Außer der Grunderwerbsteuer forderte das Finanzamt 3250 EUR Steuer auf die Anzahlung. Auf Anfrage kam die Antwort, dass der Käufer dem Verkäufer durch die Anzahlung einen Vorteil verschafft habe. Und dieser muss nun versteuert werden. Vom Hauskäufer. Die Unlogik dahinter konnte weder der Abteilungsleiter beim Finanzamt (ihm tat das alles schrecklich Leid), noch der Notar erklären.

Dabei bezog sich das Finanzamt auf dieses BHG-Urteil:

Leistet der Käufer den Kaufpreis jedoch vor der Übergabe des Grundstücks durch den Verkäufer, so gewährt er diesem eine sonstige Leistung in Gestalt der vorzeitigen Kapitalnutzungsmöglichkeit (BGH-Urteil vom 12.10.1994, Bundessteuerblatt II 1995 Seite. 69)

Hierüber wurde schon reichlich vor Gericht gestritten. Die Tatsache, dass der Käufer hier zusätzliche Kosten bei einer Vorausleistung hat, bleibt bestehen. Wenn Sie also eine Immobilie erwerben, lassen Sie sich vom kundigen Rechtsberater Ihres Vertrauens beraten, bevor Sie auf eine Anzahlung eingehen.

Ich konnte das Problem dann so lösen, daß sowohl die Käufer, als auch die Verkäufer wieder entspannt waren.

Die Käufer mussten diese “Extrasteuer” nicht bezahlen.

Natürlich verrate ich Ihnen gerne, wie wir das gemacht haben.

Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Wenn Sie dazu einen Verbesserungsvorschlag, oder eine Ergänzung haben, lassen Sie mich das bitte wissen.

Herbert Herrmann HHImmobilien

Inflation, was ist denn das?

Daraus hat sich die heutige Frage ergeben: Was ist eigentlich Inflation? Ist das der Wertverfall des Geldes? Nicht ganz.

Inflation, was ist das?

Letzten Monat habe ich ja eine kurze Geschichte zum Thema Geld geschrieben.

Daraus hat sich die heutige Frage ergeben: Was ist eigentlich Inflation? Ist das der Wertverfall des Geldes? Nicht ganz.

Inflation kommt aus dem Lateinischen „inflare“ und heißt so viel wie „aufblähen“. Es ist also das Aufblähen der Geldmenge.

Geld ist ja nichts anderes, als ein Gutschein für eine gelieferte Ware. Der Staat gibt jetzt einfach mehr Gutscheine aus, obwohl gar nicht mehr Waren vorhanden sind.

Beispiel: Ein Geldgutschein repräsentiert den Wert 1 Hähnchens.

Anstatt 1 Hähnchen für einen Gutschein zu belassen, druckt der Staat 2 Gutscheine obwohl es nur ein Hähnchen gibt.

Dann gibt es in der Praxis eben nur noch ½ Hähnchen pro Gutschein.

Das ist Inflation – aufgeblähte Geldmenge.

Das hat dann natürlich zur Folge, dass auch die Preise steigen.

Warum? Nun, wenn ich ein ganzes Hähnchen möchte, brauch ich auf einmal 2 Gutscheine.

Jetzt sagt uns das Statistische Bundesamt,

dass wir gar nicht so viel Inflation haben.

Aus verständlichen Gründen.

Das Finanzministerium will ja Staatsanleihen verkaufen.

Dazu muss die Inflation niedrig sein,

Aber,

die Geldmenge wurde in den letzten paar Jahren auf das 4-5 fache aufgebläht. Rettungsschirme, Garantien, Katastrophen…

Hier geht habe ich zur Übersicht mal die Inflationstabelle von Alex Düsseldorf Fischer – dem Immobilienpapst drangehängt.

Inflationstabelle

Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Herbert Herrmann HHImmobilien

Was ist Geld?

Ist Geld eine Art Energie die es einem ermöglicht, das zu tun was man möchte?

Gefunden im Buch: Reicher, als die Geissens, von Alex Fischer Düsseldorf.

Was ist Geld, und warum haben die Leute keins?

Ist Geld eine Art Energie die es einem ermöglicht, das zu tun was man möchte?

Schaut man sich das bedruckte Papier an, so ist der Wert eines 500EUR Scheins wohl ca. 4-5ct.

Schaut man weiter, so fördert man genaueres zu Tage:

Geld ist eine Art Gutschein, der seinen Wert ausschließlich durch das Vertrauen der Leute in diesen Gutschein erhält. Wobei Vertrauen laut Duden = festes Überzeugtsein von der Zuverlässigkeit, bedeutet.

Um das Geld zu verstehen, sollte man einen Blick in die Entstehung des Bankwesens werfen.

Wie z. B. hier bei Glodschmied Fabian

Der Ursprung liegt bei den Goldschmieden. Diese produzierten wertvolle Dinge aus Gold. Irgendwann begannen die Leute ihre wertvollen Ringe, Münzen, etc beim Goldschmied zu deponieren, da dies sicherer war. Dafür bekamen sie dann eine Quittung. Es war viel sicherer mit einer Quittung, anstatt mit den wertvollen Gegenständen direkt zu reisen.

Daraus entwickelte es sich, daß die Leute anfingen, mit den Quittungen zu bezahlen, da der Inhaber der Quittung ja jederzeit beim Goldschmied den dazugehörigen Gegenstand wieder abholen konnte. So wurden die Goldschmiede zu Bankern. Sie stellten fest, daß nie alle Leute gleichzeitig ihre Schätze einlösten.

Daraus wurde die Idee, einfach weitere Gutscheine auf bereits hinterlegte Gegenstände auszugeben. Also mehr als ein Gutschein für ein und den selben Wertgegenstand. Diese Gutscheine wurden dann gegen Zinsen ausgegeben. So entstand dann das Kreditwesen.

Um Geld noch genauer zu verstehen, sollte man sich die Zeiten des Tauschhandels einmal anschauen. Wie ging das damals?

Der Bauer ging auf den Markt und tauschte z. B. Eier gegen Brot vom Bäcker.

Wollte der Bauer aber mit einem Ferkel für das Brot bezahlen hatte er ein Problem, da das Ferkel viel mehr wert war als ein Brot. Und 30 Brote zu ertauschen lohnte sich ja nicht, da es einfach zu viel war, und verderben würde.

Da kommt Geld ins Spiel: der Gutschein für gelieferte wertvolle Waren oder Dienstleistungen.

Es macht Werte lagerfähig, oder speicherbar. Und unterschiedlich wertvolle Güter einfach handelbar. Damit konnten Werte angepasst werden (z. B. Ferkel für Brot).

Deshalb funktioniert „Geld machen“ auch nicht wirklich. Geld verdeckt den eigentlichen Tauschhandel von Waren. Und bei jedem Tausch mit Geld wird auch Steuer fällig.

Wenn eine Ware, oder Dienstleistung nicht den Erwartungen entspricht, oder die Erwartungen nicht übertrifft, dann ist sie in den Augen des Kunden nicht wertvoll. Er ist nicht bereit, dafür sein Geld zu tauschen (auszugeben). Ist jedoch die Ware, oder Dienstleistung für den Kunden wertvoll, dann ist er normalerweise auch gerne bereit, etwas dafür zu bezahlen.

Wenn also jemand nicht genug Geld hat, dann ist er demzufolge einfach nicht „wertvoll“ genug für seine Umgebung. Er produziert nichts, oder nicht genug von dem, was wertvoll für seine Umgebung ist. Also wird er von der Umgebung eher ignoriert, als daß er Aufmerksamkeit bekommt.

Um Geld zu bekommen, ist es demnach von Wichtigkeit, herauszufinden, wie man sich für die Umgebung maximal wertvoll machen kann, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Für mich ist diese Sichtweise des Geldes absolut sinnvoll. Auch wenn sie im Gegensatz zu dem zu stehen scheint, was wir aktuell beobachten können, wenn wir uns umschauen.

Für mich stellen sich hier die Fragen, wie ich mich maximal wertvoll für Sie, meine Kunden und Geschäftspartner, machen?

Was ist wichtig für Sie?

Was können Sie gebrauchen, um damit einen Aspekt Ihres Lebens entscheidend zu verbessern?

Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Wenn Sie dazu einen Verbesserungsvorschlag, oder eine Ergänzung haben, lassen Sie mich das bitte wissen.

Herbert Herrmann HHImmobilien

Die Rolle der Baulasten beim Grundstücksverkauf

Dies sind (BGB) Belastungen eines Grundstücks zu Gunsten des Eigentümers eines anderen Grundstück.

Das Baulastenverzeichnis is wie der Name schon sagt, ein amtliches Verzeichnis der Baulasten. Dies sind (BGB) Belastungen eines Grundstücks zu Gunsten des Eigentümers eines anderen Grundstück.

Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Herbert Herrmann HHImmobilien