Die Rolle der Baulasten beim Grundstücksverkauf

Dies sind (BGB) Belastungen eines Grundstücks zu Gunsten des Eigentümers eines anderen Grundstück.

Das Baulastenverzeichnis is wie der Name schon sagt, ein amtliches Verzeichnis der Baulasten. Dies sind (BGB) Belastungen eines Grundstücks zu Gunsten des Eigentümers eines anderen Grundstück.

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Herbert Herrmann HHImmobilien

Was nicht geschrieben steht…

Sie meinte, da wir ja „vom alten Schlage“ seien, würden wir kein Schriftstück benötigen, da würde unser Wort und Handschlag ja genügen.

Eine Anekdote am Rande: Was nicht geschrieben steht, ist nicht wahr

Kürzlich hatte ich ein Grundstück für eine ältere Dame aus Echterdingen zum Verkauf.

Wir einigten uns bezüglich den Konditionen und meinem Honorar.

Sie meinte, da wir ja „vom alten Schlage“ seien, würden wir kein Schriftstück benötigen, da würde unser Wort und Handschlag ja genügen.

Da ich die Dame schon einige Jahre kenne, war ich (wider besseres Wissen) einverstanden.

Das Grundstück wurde verkauft, alle auftauchenden Hindernisse beseitigt (sie hatte noch eine Grundschuld von dem Vorbesitzer des Grundstücks in ihrem Grundbuch eingetragen) und sie erhielt ihr Geld.

Nach der Beurkundung gab es plötzlich dann Vorwürfe an mich, daß ich nicht richtig gearbeitet hätte, die Käufer unzufrieden wären, und sie das Grundstück am liebsten behalten hätte.

Die Käufer jedoch hatten bezahlt, waren glücklich und machten sich ans Werk, ihre Ideen auf dem Grundstück zu verwirklichen. Sie versicherten mir, daß alles bestens sei.

Meine Auftraggeberin jedoch klagte weiterhin, daß alles furchtbar sei. Daß sie sich nie hätte auf den Verkauf (den Sie gewollt hatte) hätte einlassen sollen, und ich ja nicht richtig gearbeitet hätte. Sie würde allen erzählen, wie schlimm ich sei.

Die Moral von der Geschicht:

Was nicht geschrieben steht, ist nicht wahr. Gerade bei Personen, die man kennt, ist es hochwichtig, Vereinbarungen bezüglich Leistungen (Geld!) schriftlich zu vereinbaren, unterzeichnen zu lassen, und das Original gut aufzubewahren. Dann kann man immer wieder darauf zurückgreifen. Und jeder Beteiligte weiß genau, was vereinbart wurde.

Bei lediglich mündlichen Vereinbarungen kann es schnell einen „Gedächtnisverlust“ geben.

Und das zerstört Beziehungen, Freundschaften und manchmal auch Leben.

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Herbert Herrmann HHImmobilien

Unser Niederschlagswasser

Das Niederschlagswasser wird von einer separaten Behörde bearbeitet, die weder von der Stadt, noch von den Stadtwerken bezüglich Änderungen der Eigentumsverhältnisse benachrichtigt wird.

vor 10 Monaten wurde das Haus einer alleinstehenden, älteren Frau in Esslingen verkauft, da sie ins Seniorenheim gezogen ist.

Ich habe zum Zeitpunkt des Besitzübergangs alle Versorger, Behörden, und Versicherungen, etc benachrichtigt.

Gestern erhielt ich vom Sohn der Verkäuferin einen Brief mit Mahnungen der Umwelttechnik- „Niederschlagswasser-Stelle“ wegen fehlgeschlagener Abbuchungsversuche.

Ich rief die Umwelttechnik-Behörde an und fragte nach.

Das Ergebnis:

Das Niederschlagswasser wird von einer separaten Behörde bearbeitet, die weder von der Stadt, noch von den Stadtwerken bezüglich Änderungen der Eigentumsverhältnisse benachrichtigt wird.

Weiterhin gibt es hier individuelle Satzungen der Gemeinden. Diese können beinhalten, dass der im Grundbuch eingetragene Eigentümer das Niederschlagswasser gemäß Festsetzung bezahlen muss, auch wenn er die Immobilie längst verkauft hat.

Im Rahmen der Grundbuchreform (ein Zentralisierungs-Projekt) sind die betreffenden Behörden hoffnungslos überlastet/überfordert. Demnach kann es bei einem Immobilienverkauf mehrere Monate, oder gar 1 Jahr und länger gehen, bis der Käufer schlussendlich im Grundbuch aufgelassen (als Eigentümer eingetragen) wird. Solange ist der Verkäufer verpflichtet, die Niederschlagswasser-Gebühren zu bezahlen.

Dies kann dann im Innenverhältnis zwischen Käufer und Verkäufer so geregelt werden, dass der Käufer diese Verpflichtung dann direkt ab Besitzübergabe übernimmt.

Finden Sie also beim Verkauf heraus, wie die Regelung bezüglich des Niederschlagswassers in Ihrer Stadt/Gemeinde ist.

Und benachrichtigen Sie die betreffende Stelle in Absprache mit dem Käufer.

Hier muss dann der Käufer eine Erklärung abgeben, dass er diese Gebühr bezahlt, sonst bleibt sie bei Ihnen als Verkäufer hängen.

Bitte zögern Sie nicht, und teilen Sie mir jede Frage mit, die bei Ihnen zum Thema Immobilien aufkommen mag. Und lassen Sie mich bitte auch wissen, wenn Sie jemand kennen, der eine Immobilie zu verkaufen hat.

Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Wenn Sie dazu einen Verbesserungsvorschlag, oder eine Ergänzung haben, lassen Sie mich das bitte wissen.

Herbert Herrmann HHImmobilien