Was nicht geschrieben steht…

Sie meinte, da wir ja „vom alten Schlage“ seien, würden wir kein Schriftstück benötigen, da würde unser Wort und Handschlag ja genügen.

Eine Anekdote am Rande: Was nicht geschrieben steht, ist nicht wahr

Kürzlich hatte ich ein Grundstück für eine ältere Dame aus Echterdingen zum Verkauf.

Wir einigten uns bezüglich den Konditionen und meinem Honorar.

Sie meinte, da wir ja „vom alten Schlage“ seien, würden wir kein Schriftstück benötigen, da würde unser Wort und Handschlag ja genügen.

Da ich die Dame schon einige Jahre kenne, war ich (wider besseres Wissen) einverstanden.

Das Grundstück wurde verkauft, alle auftauchenden Hindernisse beseitigt (sie hatte noch eine Grundschuld von dem Vorbesitzer des Grundstücks in ihrem Grundbuch eingetragen) und sie erhielt ihr Geld.

Nach der Beurkundung gab es plötzlich dann Vorwürfe an mich, daß ich nicht richtig gearbeitet hätte, die Käufer unzufrieden wären, und sie das Grundstück am liebsten behalten hätte.

Die Käufer jedoch hatten bezahlt, waren glücklich und machten sich ans Werk, ihre Ideen auf dem Grundstück zu verwirklichen. Sie versicherten mir, daß alles bestens sei.

Meine Auftraggeberin jedoch klagte weiterhin, daß alles furchtbar sei. Daß sie sich nie hätte auf den Verkauf (den Sie gewollt hatte) hätte einlassen sollen, und ich ja nicht richtig gearbeitet hätte. Sie würde allen erzählen, wie schlimm ich sei.

Die Moral von der Geschicht:

Was nicht geschrieben steht, ist nicht wahr. Gerade bei Personen, die man kennt, ist es hochwichtig, Vereinbarungen bezüglich Leistungen (Geld!) schriftlich zu vereinbaren, unterzeichnen zu lassen, und das Original gut aufzubewahren. Dann kann man immer wieder darauf zurückgreifen. Und jeder Beteiligte weiß genau, was vereinbart wurde.

Bei lediglich mündlichen Vereinbarungen kann es schnell einen „Gedächtnisverlust“ geben.

Und das zerstört Beziehungen, Freundschaften und manchmal auch Leben.

Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Herbert Herrmann HHImmobilien

Dann warten wir halt…

Es ist ja kein Notverkauf…

Der dritte Fehler beim Immobilienverkauf –

Dann warten wir halt…

Wir haben ja Zeit.

Wir müssen ja nicht. Es ist kein Notverkauf.

Möglicherweise ist warten ja eine gute Alternative.

Manchmal kommt ja gleich am Anfang ein Kaufinteressent, der einen Preis dicht am Marktwert anbietet. Wenn der dann verprellt ist, kann man oft länger warten.

Dabei sind der reale Wertverlust, sowie der Wertverlust durch Inflation nicht zu vernachlässigende Faktoren.

Unklar ist:

Wie ist die Nachfrage in 5 Jahren?

Wo liegen die Zinsen?

Wie steht es mit dem EURO?

Wer bekommt noch eine Finanzierung?

Wo liegt die Arbeitslosigkeit?

Wie ist die gesamtwirtschaftliche Lage?

Wie ist die politische Lage in Europa?

Weitere Fakten, die Sie bezüglich der Vermietung kennen sollten:

Jeder 4te Vermieter hat Mietausfälle

Jeder 8te Vermieter hat schon zwangsgeräumt

Ca. 2,2 Milliarden Mietausfälle pro Jahr (ohne Betriebskosten)

Ca. 300.000 Mietrechtsprozesse pro Jahr

Durchschnittliche Kosten eines Mietnomaden: ca. 30.000 EUR

Und jetzt auch noch: Der Mieter kann die Miethöhe prüfen lassen, und dann bezüglich einer Korrektur (natürlich nach unten) vor Gericht gehen (Mietpreisbremse) ohne dass der Mietvertrag ungültig wird.

Quellen: Immoscout24, Haus und Grund, Immobilienzeitung

Weitere Faktoren können sein:

eine mögliche Renovierung sein, um einen akzeptablen Standard zu schaffen, und energetische Forderungen um zu setzen nach den aktuellen Energieeinsparverordnungen.

Woher bekommen Sie einen guten Mietvertrag, der Eventualitäten aus dem Mietpreisbremsgesetz abdeckt.

Wie finden Sie einen guten Mieter?

Wenn Sie sich einmal entschieden haben, Ihre Immobilie zu verkaufen, dann treffen Sie die erforderlichen Vorbereitungen und erledigen Sie das Vorhaben.

Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Herbert Herrmann HHImmobilien

Hier gehts zum PDF-Report “die 3 Hauptfehler beim Immobilienverkauf”

Wir brauchen nur einen Dummen

Wir brauchen nur einen Dummen

Die Wahrheit zu: “Wir brauchen ja nur „einen Dummen“

Und es steht jeden Tag ein Dummer auf” ist:

Der Dumme ist dann der Verkäufer.

Mit allen Konsequenzen.

Meiner Erfahrung nach hat der Dumme dann einen gewieften Advokaten in der Hinterhand.

Und für den ist der Immobilienverkauf ein gefundenes Fressen.

Der „scheinbare Dumme“ entpuppt sich dann oft als ausgefuchster Zeitgenosse. Wie bei meinem (obigen) Unternehmer aus Esslingen, der alles selber machen wollte, und dann gehörig nachlassen musste.

Dann ist es gut, wenn jemand da ist, der als Zeuge mit seinen Aufzeichnungen helfen kann.

Ich habe auf diese Art einen anderen Eigentümer beim Verkauf seines Mietshauses in der Esslinger Innenstadt vor 50.000EUR Forderungen bewahrt.

Die tägliche Praxis zeigt, dass ein Immobilienverkauf der Hand und Fuß hat, nur auf der Grundlage von tatsächlichen Sachverhalten und klar übereingestimmten, dokumentierten IST-Zuständen zu einem sauberen Abschluss gebracht werden kann.

Alle Fakten müssen auf den Tisch, ohne „vergessen“ oder schön gerechnet zu werden. Selbst das bloße Aufrunden kann Folgen haben.

Und gänzlich ohne den Faktor „Hoffnung“ weil es gut aussieht mit dem Interessenten, und der doch so nett ist.

Ansonsten sind nachträgliche Streitereien vorprogrammiert.

Und die gehen in der Regel zu Lasten des Verkäufers.

Haben Sie in Ihrem Leben bei wichtigen Entscheidungen darauf gesetzt, einen Dummen zu finden? Wahrscheinlich nicht.

Warum sollte ein Immobilienverkäufer dann ausgerechnet bei einem der wertvollsten Vermögenswerte damit anfangen?

Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Herbert Herrmann HHImmobilien