Erbfall, schnell handeln

Stirbt ein Angehöriger, kommt auf seine Hinterbliebenen viel Arbeit zu. Denn sie müssen seine gesamten Lebensverhältnisse, (wirtschaftliche Verpflichtungen, abgeschlossene Verträge, speziell Versicherungsverträge) aufarbeiten und vor allem: auflösen, sprich kündigen.

berufsbedingt habe ich sehr oft mit Situationen zu tun, die mit etwas Vorbereitung hätten sehr vereinfacht werden können.

Jaaa, hätten…

Haus und Grund hatte ja erst kürzlich einen diesbezüglichen Artikel.

Bei Lebens- und Sterbegeldversicherungen ist schnelles Handeln oft geboten!

Stirbt ein Angehöriger, kommt auf seine Hinterbliebenen viel Arbeit zu. Denn sie müssen seine gesamten Lebensverhältnisse, (wirtschaftliche Verpflichtungen, abgeschlossene Verträge, speziell Versicherungsverträge) aufarbeiten und vor allem: auflösen, sprich kündigen.

So kann es bei Risikolebens- und Kapitallebensversicherungen sowie bei Sterbegeldversicherungen aufgrund entsprechender Passagen in den Policen oder Allgemeinen Versicherungsbedingungen zur Pflicht gehören, den Versicherer binnen der nächsten 48 Stunden oder 72 Stunden nach Versterben zu informieren und den Tod nachzuweisen. Gegen Vorlage vom Versicherungsschein im Original, die Kopie der Sterbeurkunde, sowie eine ärztliche Bescheinigung zur Todesursache.

Eile ist bei der privaten Unfallversicherung des Verstorbenen geboten. Hier sollte zügig geklärt werden, ob die Police auch eine Todesfallleistung einschließt. Auch hier sollte der Versicherer zeitnah informiert werden.

  • Wichtig ist ein Blick in die gesetzliche / private Krankenversicherung. Denn sie endet mit dem Tod des Versicherungsnehmers automatisch. Eine Abmeldung des verstorbenen Versicherungsnehmers bei der Krankenversicherung sowie die Rückgabe der Versicherungskarte reicht zwar aus, doch können sich Probleme ergeben, sofern es weitere Versicherte gibt, die über eine Familienversicherung mit erfasst sind.
  • Eine Familienversicherung endet wenige Wochen nach dem Tod des Versicherungsnehmers. Für Familienmitglieder wie Ehegatten oder Kinder kann dann der Versicherungsschutz entfallen. Deshalb sollte auch hier unverzüglich gehandelt werden. Im Falle der privaten Krankenversicherung können sich deshalb Familienmitglieder mit einer Frist von zwei Monaten beim Versicherer melden und den Vertrag übernehmen.
  • Etwas mehr Zeit kann hat man bei z. B. bei der Kfz Versicherung, Hausratversicherung, Haftpflichtversicherung und Wohngebäudeversicherung des verstorbenen Versicherungsnehmers.
  • Kurz zu Mietverträgen, Telefonverträgen, Energieverträgen: Mit dem Tod des Mieters bzw. Vermieters endet der Mietvertrag nicht. Er geht auf die Erben über, der Vertrag wird also weitergeführt. Stirbt der Mieter, sieht das BGB-Mietrecht (§§ 563 ff BGB) ein gestaffeltes Eintritts- und Fortsetzungsrecht für Ehegatten, Lebenspartner, sonstige Haushaltsangehörige, Kinder und Erben vor.


Zusammenfassend sei angemerkt:

es ist äußerst sinnvoll, wenn Sie alle wichtigen Dokumente, Verträge, und Vereinbarungen an einem zentralen Ort verwahren, so daß dann im Fall der Fälle alles rechtzeitig in die Wege geleitet werden kann.

Lassen Sie es bitte nicht auf den letzten Moment an kommen, sorgen Sie rechtzeitig für Klarheit und vollständige Unterlagen.

Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Herbert Herrmann HHImmobilien

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