Herbert Herrmann - Der Häuser-Spezialist  in Leinfelden-Echterdingen

Treffen Sie die richtigen Entscheidungen beim Immobilienverkauf! Ich helfe ihnen dabei, damit Sie dann sicher sein können, alles richtig gemacht zu haben.

Finanzamt bestraft Immobilienkäufer!

Herzlich willkommen auf meiner Seite für wertvolle Tipps zum Thema Immobilienkauf

Kürzlich hat eine Familie in Bernhausen ein Einfamilienhaus erworben. Die Verkäufer, ein älteres Ehepaar wollten in eine Seniorengerechte Wohnung umziehen. Diese Wohnung war gerade im Bau. Also wurden Hausverkauf und Wohnungserwerb zeitgleich durchgeführt.

Damit dies so funktionierte war mit den Hauskäufern eine Anzahlung in Höhe von 80.000 EUR vereinbart worden. Alles lief wie geplant. 3 Wochen nach der Beurkundung flatterte den Hauskäufern ein Brief vom Finanzamt ins Haus.

Ausser der Grunderwerbsteuer forderte das Finanzamt 3250 EUR Steuer auf die Anzahlung. Auf Anfrage kam die Antwort, dass der Käufer dem Verkäufer durch die Anzahlung einen Vorteil verschafft habe. Und dieser muss nun versteuert werden. Vom Hauskäufer. Die Unlogik dahinter konnte weder der Abteilungsleiter beim Finanzamt (ihm tat das alles schrecklich Leid), noch der Notar erklären.

Dabei bezog sich das Finanzamt auf dieses BHG-Urteil:

Leistet der Käufer den Kaufpreis jedoch vor der Übergabe des Grundstücks durch den Verkäufer, so gewährt er diesem eine sonstige Leistung in Gestalt der vorzeitigen Kapitalnutzungsmöglichkeit (BGH-Urteil vom 12.10.1994, Bundessteuerblatt II 1995 Seite. 69)

Hierüber wurde schon reichlich vor Gericht gestritten. Die Tatsache, dass der Käufer hier zusätzliche Kosten bei einer Vorausleistung hat, bleibt bestehen. Wenn Sie also eine Immobilie erwerben, lassen Sie sich vom kundigen Rechtsberater Ihres Vertrauens beraten, bevor Sie auf eine Anzahlung eingehen.

Sichern Sie sich weitere aktuelle Tipps zum Thema Immobilieneinkauf.