Wohnflächenberechnung Teil2

Alle Flächen unter einem Meter lichte Höhe werden nicht mitgerechnet. Die Flächen von 1 – 2 Meter lichte Höhe werden nur zu 50 % angerechnet. Alle weiteren Flächen über 2 Meter lichte Höhe werden voll angerechnet, sofern es sich nicht um Nutzflächen, wie Hobbyräume, Keller oder Bühnenräume handelt.

Die Wohnflächenberechnung Teil 2

Wohnflächenverordnung (WoFlV):

Die Höhe entscheidet

Nach der Wohnflächenverordnung zählen Kellerräume,

Waschküchen, Heizungsräume oder Garagen nicht zur Wohnfläche.

Die Flächen von Tür- und Fensterrahmen, Einbaumöbeln sowie Öfen

und Badewannen werden dagegen mit eingerechnet, ausgehend

von der Vorderkante.

Entscheidend bei der Berechnung ist vor allem die Raumhöhe.

Die Fläche unter einer Schräge bis zu einem Meter Raumhöhe zählt nicht zur Wohnfläche.

Flächen unterhalb einer Schräge von einem Meter bis zu zwei Metern Raumhöhe werden nur zu 50 Prozent angerechnet.

Dasselbe gilt für Räume, zum Beispiel Dachkammern, die weniger als zwei Meter hoch sind.

Räume und Raumteile mit einer Höhe von mindestens zwei Metern und darüber werden zur 100 Prozent zur Wohnraumfläche gezählt.

Flächen unterhalb von Treppen

in der Wohnung werden nach demselben Prinzip berechnet:

Bis zu einer Treppenhöhe von einem Meter wird der Platz darunter nicht zur Wohnfläche gezählt, bei einer Treppenhöhe zwischen ein und zwei Metern werden 50 Prozent berechnet und erst ab einer Höhe von zwei Metern gilt die Fläche darunter zu 100 Prozent als Wohnfläche.

Schornsteine, Vormauerungen, Pfeiler und freistehende Säulen werden nicht zur Wohnfläche gerechnet, wenn sie höher als 1,50 Meter und größer als 0,1 Quadratmeter sind, das entspricht einer Kantenlänge von etwa 31 Zentimetern.

Tür-, Fenster- und Wandnischen, die nicht bis zum Fußboden gehen, zählen ebenso nicht. Wenn sie bis zum Boden reichen, kommt es auf die Tiefe an: Nischen müssen mindestens 13 Zentimeter tief sein, um angerechnet zu werden.

Ungeheizte Wintergärten und Schwimmbäder

zählen im Gegensatz zu beheizten nur mit der Hälfte ihrer Grundfläche.

Bei Balkonen, Dachgärten und Terrassen lässt die Verordnung Spielraum:

Deren Grundflächen sind in der Regel zu einem Viertel, höchstens aber zur Hälfte mit einzubeziehen

Nach der WoFlV werden Terrassen, Loggien, und Balkone nur zu 25% angerechnet.

Ausnahmen kann es abhängig von der Gestaltung und des erhöhten Wohnwertes geben.

Dann werden bis zu 50% angerechnet.

Beheizte Wintergärten werden zu 100% angerechnet.

Unbeheizte Wintergärten mit nur 50%.

DIN 277:

Die Grundfläche wird nach der DIN 277 in Nutz-, Verkehrs- oder Funktionsflächen aufgeteilt.

Ein Vergleich:

Die Balkon-Grundflächen werden nach der DIN 277 zu 100% als Nutzfläche gerechnet.

Aber bei der WoflV zu 25% als Wohnfläche.

Unterschiedliche Zuordnungen bzw. Bewertungen gibt es auch hinsichtlich der Dachschrägen und der Lagerräume im Keller.

DIN 283:

die Wohnfläche einer Immobilie wird (vereinfacht) folgendermaßen berechnet:

Alle Flächen unter einem Meter lichte Höhe werden nicht mitgerechnet. Die Flächen von 1 – 2 Meter lichte Höhe werden nur zu 50 % angerechnet. Alle weiteren Flächen über 2 Meter lichte Höhe werden voll angerechnet, sofern es sich nicht um Nutzflächen, wie Hobbyräume, Keller oder Bühnenräume handelt.

Die DIN-Wohnflächenberechnung

erfolgt nach der DIN 283 (inzwischen veraltet, wird aber trotzdem verwendet). Wenn Sie im Zweifel sind, lassen Sie einen Fachmann messen.

Und diesen dann unterschreiben.

Oder verstehen Sie die Grundlagen und messen Sie selber.

Wenn Sie dann vom Ergebnis noch einen Sicherheitsabschlag machen, der im Rahmen liegt, sind Sie auf der sicheren Seite.

Es wird sich niemand beklagen, wenn er beim Nachmessen feststellt, dass es ja 3qm mehr Wohnfläche gibt.

Wenn Sie dazu einen Verbesserungsvorschlag, oder eine Ergänzung haben, lassen Sie mich das bitte wissen.

Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Herbert Herrmann HHImmobilien

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